Der Eicher Königstiger I Typ 3007

Entwicklung und Technik
Der Königstiger I der 3000er Serie wurde im Rahmen der Überarbeitung der Raubtierserie 1968 nicht nur technisch, sondern auch äußerlich modernisiert. Als direkter Nachfolger des erfolgreichen EM300 erhielt er in diesem Zug auch die neue Bezeichnung 3007.
Motor und Getriebe
Als Motor wurde das luftgekühlte, werkseigene, dieselbetriebene Aggregat vom Typ EDK 3 mit Direkteinspritzung verbaut. Dieser 3-Zylindermotor mit 3 Liter Hubraum hatte bei 2.000 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von 45 PS. Das ZF-Getriebe (A 210 III) hatte 8 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge, was eine Geschwindigkeit von 20 km/h (im Normalgang) bzw. bis zu 28 km/h (im Schnellgang) ermöglichte. Neben der Ausführung mit Hinterradantrieb gab es zusätzlich die Option für einen Allradantrieb (welcher dann die interne Eicher-Bezeichnung 3010 trug).Standardmäßig wurde der Königstiger I ohne Wetterschutz angeboten, optional konnte ein Allwetterverdeck von Fritzmeier geordert werden.
| Bauzeit | 1968–1971 |
|---|---|
| Motor | Eicher EDK 3, luftgekühlt, 3-Zylinder-Diesel |
| Hubraum | 3.000 cm³ |
| Leistung | 45 PS bei 2.000 U/min |
| Getriebe | ZF A210 III, 8V/4R |
| Höchsttempo | 20 km/h (Schnellgang 28 km/h) |
| Stückzahl | ca. 2.700 Stück (Hinterradantrieb) |
Produktionszeit
Vom 3007er Eicher wurden während der Produktionszeit von 1968 bis 1971 fast 2.700 Stück verkauft. Die allradbetriebene Variante blieb sogar noch zwei Jahre länger im Verkaufsprogramm.
Video und weitere Infos
Bei diesem Eicher-Traktor wurde erstmalig die Gangschaltung rechts platziert sowie die Lenkung etwas versetzt, was zu einem enormen Komfortgewinn beim Ein- und Aussteigen führte und zusätzlich dem Fahrer mehr Beinfreiheit ermöglichte.

Der auf dieser Seite abgebildete Eicher Traktor ist Baujahr 1969, unter anderem ist das Allwetterverdeck noch in einem sehr schönen Originalzustand.

© Andreas Bernhard
Angaben nach Herstellerunterlagen und Fachliteratur; Abweichungen einzelner Fahrzeuge sind möglich.