IHC Geschichte: von International Harvester bis zum Ende in Neuss
Die Geschichte von IHC beginnt 1902 mit der Fusion mehrerer US-Landmaschinenhersteller zur International Harvester Company. 1908 entstand in Neuss am Rhein eine deutsche Niederlassung, ab 1937 wurde dort der F-12-G gefertigt. Nach dem Krieg folgten Dieselmotoren, rote Lackierung und das Agriomatic-Getriebe. Bis 1982 war IHC Marktführer in Deutschland, 1994 wurde das Werk in Neuss geschlossen.
Von der Fusion 1902 zum deutschen Werk

Der Firmenname IHC steht als Abkürzung für International Harvester Company. Das Unternehmen entstand bereits 1902 aus der Fusion mehrerer Produzenten von Landmaschinen in den Vereinigten Staaten, bei denen unter anderem auch McCormick beteiligt war. Sechs Jahre später begann dann die Fertigung von Traktoren.
1908 wurde in Neuss am Rhein eine deutsche Niederlassung gegründet und zunächst Schlepper aus den USA importiert. Dort wurden sie dann als Schlepper der Marken McCormick oder Deering verkauft. Ab 1937 begann man dann auch in Deutschland den F-12-G Traktor (mit Eisen- und Luftbereifung und einer Leistung von 20 PS) zu fertigen, um damit den heimischen Markt direkt beliefern zu können.
Der IHC Traktorenbau nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ab 1946 die Arbeit im deutschen Neusser Werk wieder aufgenommen. Als Meilensteine von IHC kann der ab 1950 vollzogene Produktionswechsel von Benzin- oder Petrolmotoren auf reine Dieselmotoren oder die Entwicklung des für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Agriomatic-Getriebes ab 1957 genannt werden.
Rot, Gold und McCormick International
1950 wurde die Standardlackierung der IHC-Traktoren in Deutschland auf rot geändert. Acht Jahre später gab es zum 50-jährigen Jubiläum sogar eine Sonderedition mit goldfarbig lackierten Schleppern. Ab diesem Zeitpunkt verschwand zudem auf den Traktoren die Bezeichnung „Farmall“ und wurde durch „McCormick International“ ersetzt.
Marktführer bis zum Ende in Neuss
Bis 1982 war IHC der Marktführer in Deutschland, 1994 fiel der Entschluss durch Case-IH, das Werk in Neuss zu schließen. Die einzelnen Modelle aus dieser Zeit stehen auf der Seite IHC Traktoren, dort gibt es auch ein Video mit schönen IHC-Schleppern.
Häufige Fragen zur IHC Geschichte
Wann nahm IHC nach dem Krieg die Arbeit wieder auf?
Ab 1946 wurde die Arbeit im deutschen Neusser Werk wieder aufgenommen.
Wann wechselte IHC auf Dieselmotoren?
Ab 1950 wechselte die Produktion von Benzin- oder Petrolmotoren auf reine Dieselmotoren.
Was änderte sich beim 50-jährigen Jubiläum?
Acht Jahre nach 1950 gab es zum 50-jährigen Jubiläum eine Sonderedition mit goldfarbig lackierten Schleppern. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Bezeichnung „Farmall“ durch „McCormick International“ ersetzt.
Unter welchen Marken wurden die ersten Schlepper in Deutschland verkauft?
Die aus den USA importierten Schlepper wurden in Deutschland als Schlepper der Marken McCormick oder Deering verkauft.
Wie lange war IHC Marktführer in Deutschland?
Bis 1982 war IHC der Marktführer in Deutschland.
© Andreas Bernhard
Angaben nach Herstellerunterlagen und Fachliteratur; Abweichungen einzelner Fahrzeuge sind möglich.